AGV 2026: Strategische Weichenstellungen
Die Abgeordnetenversammlung vom 18. März 2026 stand ganz im Zeichen der inhaltlichen Weiterentwicklung der Region. Neben den statutarischen Geschäften rückten insbesondere strategische Fragen zur zukünftigen Positionierung und die Neuwahl des Präsidium in den Fokus. Zudem wurde das präsidiale Szepter von Pius Wiss an Rainer Heggli weitergereicht.
Konzeptpapier «Wirtschafts- und Standortförderung 2027»
Im Zentrum der Versammlung stand das Konzeptpapier «Wirtschafts- und Standortförderung Oberes Freiamt 2027». Dieses bildet einen zentralen Baustein für die zukünftige Entwicklung der Region.
Ziel ist der Aufbau einer professionellen Wirtschafts- und Standortförderung für das Obere Freiamt entlang von vier Handlungsfeldern:
- Wirtschaft & Unternehmen – Netzwerkpflege, Innovation, Ansiedlung, Areal- und Flächenmanagement
- Kommunikation & Identität – Standortmarke, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit
- Zusammenarbeit & Vernetzung – Kooperation von Gemeinden und Partnern – insbesondere auch im Bereich von regionalpolitischen Herausforderungen, die idealerweise interkommunal und bereichsübergreifend angegangen werden (z.B. Energie, Wasser, Mobilität, Gesundheit, Sport- und Freizeitanlagen, Schutz von Natur und Biodiversität)
- Raum & Freizeit – Nutzung weicher Standortfaktoren (Kultur, Freizeit, Tourismus)
Für die Umsetzung sind zusätzliche finanzielle und personelle Ressourcen erforderlich, die von der Abgeordnetenversammlung ohne Gegenstimme genehmigt wurden. Dies unterstreicht den breiten politischen Rückhalt und markiert einen Paradigmenwechsel hin zu einer aktiveren regionalen Rolle in der Wirtschafts- und Standortförderung.
Wahlen Amtsperiode 2026-2029
Nach 16 Jahren als Präsident der Repla übergab Pius Wiss (im Bild links) sein Amt an Rainer Heggli (im Bild rechts), Gemeindeammann von Merenschwand, der einstimmig gewählt wurde. Das langjährige Engagement von Pius Wiss wurde gebührend gewürdigt, und er wurde feierlich verabschiedet.
Marlis Villiger, Frau Gemeindeammann von Auw, bleibt Vizepräsidentin. Neu in den Vorstand gewählt wurde Stefan Hafen, Vizeammann von Bünzen.
Jahresbericht 2025 Vorstand und Kommissionen: Tätigkeitsbereiche werden laufend vielfältiger
Die Themenvielfalt im Vorstand nimmt kontinuierlich zu. So wurde unter anderem die Grundlagenphase des Projekts „Regionale Arbeitszonen“ im Frühling abgeschlossen, und die Vertiefungsphase wird auch Ende 2026 weitergeführt. Die Arbeitsgruppe Bau- und Zonenplanung hat mehrere Stellungnahmen zu Nutzungsplanungen abgegeben und neue Mitwirkungsmöglichkeiten für Gemeinden vorgestellt. Projekte wie Windenergie am Lindenberg wurden begleitet, und andere Vorhaben wie Hochwasserschutz und Deponieentwicklungen weiter vorangetrieben. Neue Projekte wie Mountainbike-Trails und Besucherlenkung am Horben wurden gestartet. Zusätzlich engagiert sich die Region in kulturellen Projekten, Vernehmlassungen und der Weiterentwicklung ihres öffentlichen Auftritts.
Die Landschaftskommission hat die Aktualisierung des Landschaftsentwicklungsprogramms (LEP) weiter vorangebracht. Die Wirtschaftskommission stärkte und entwickelte die Kampagne FREIAMT.MITTENDRIN. weiter und begleitete intensiv die Ausarbeitung des Konzepts zur professionellen Standortförderung. Die Fachgruppe Alter und Gesundheit führte erneut das Altersforum durch und setzte sich mit Themen wie pflegende Angehörigen, Wohnen im Alter und integrierte Versorgung auseinander.
Das ÖV-Jahr 2025 im Freiamt brachte Verbesserungen im Busangebot und bei den Takten, während grössere Ausbauten durch wirtschaftliche und politische Unsicherheiten verzögert wurden. Dennoch sind wichtige Projekte wie zusätzliche S26-Verbindungen, der Ausbau des RE6 und eine stärkere Einbindung in den Fernverkehr geplant. Zentrale Ziele bleiben der Ausbau und Erhalt des Bahnangebots sowie eine bessere regionale und nationale Anbindung.
Präsentation zur Abgeordnetenversammlung 2026